Schwedisches Sprichwort

"Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens"

Von Antje Spiertz, Consultant /

Vor kurzem haben wir über das Thema „Stärken stärken“ geschrieben, welches Hand in Hand mit dem Thema Dankbarkeit geht. Worauf richten Sie ihren Fokus in Ihrem täglichen, oftmals stressigen Alltag? Schauen Sie auf jenes, das nicht funktioniert? Schauen Sie auf den Mangel? Oder richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was gut funktioniert und was Sie mit Freude erfüllt? Schauen Sie auf den Reichtum?

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ – Sir Francis Bacon.

Dieses Zitat fasst die einleitenden Worte und unsere Arbeit in der Manres wunderschön zusammen. Glücklichsein bedeutet eine Veränderung der Wahrnehmung. Weg vom Mangel und hin zur Fülle, weg von dem, was nicht funktioniert – hin zu all jenem, was funktioniert. Unser Ego schaut gemeinhin auf das, was wir noch nicht haben, was wir noch haben wollen und was uns vermeintlich noch besser und zufriedener werden lässt. Sind die Dinge, an die wir unser Glück knüpfen – von denen wir unser Glück abhängig machen –, wirklich die Dinge, die uns ein erfülltes Leben bescheren? Überlegen Sie einmal, was Sie heute bereits haben. Vielleicht stellen Sie fest, dass 99% der Dinge, die Sie gerade besitzen, Dinge sind, die Sie sich irgendwann einmal gewünscht haben. Es ist also vieles aus dem „wenn, dann…“-Gedanken bereits vorhanden. Sind Sie dankbar dafür? Sind Sie glücklich?

Robert Emmons beschäftigt sich in seiner Forschung mit der Dankbarkeit (Handbook of Positive Psychology, 2002). Unabhängig davon, ob wir einem anderen Menschen, dem Schicksal oder einer höheren Macht dankbar sind, die Wirkung bleibt dieselbe: Dankbarkeit hat einen positiven Einfluss auf uns! Neuesten Forschungsergebnissen zufolge sind dankbare Menschen insgesamt glücklicher, optimistischer, hilfsbereiter, einfühlsamer und religiöser bzw. spiritueller.

Nun kann hier die Frage aufkommen, ob es sich um Ursache oder Wirkung handelt. In Emmons‘ Versuch sollten die Teilnehmer 10 Wochen lang abends fünf Dinge notieren, für die sie dankbar sind. Eine zweite Versuchsgruppe schrieb über fünf Ärgernisse des Tages und die neutrale Kontrollgruppe notierte fünf wichtige Dinge ihres Tages. Das Ergebnis war deutlich: Die Teilnehmer der Dankbarkeitsgruppe waren optimistischer und zufriedener mit ihrem Leben. Zudem erlebten sie sich als gesünder, denn sie litten weniger unter Kopfschmerzen, Stress und Druck.

Die Übung „wofür bin ich dankbar?“ verändert Ihre Wahrnehmung. So richten Sie Ihren Fokus bewusst auf die Dinge, die Sie an Ihrem Tag richtig gut gemacht haben. Vielleicht auch auf diejenigen Dinge, für die Sie sich selber als Führungskraft aus Sicht Ihrer Mitarbeiter dankbar wären, oder Sie erweitern Ihre Gedanken und beziehen alles mit ein, was Ihnen quasi „geschenkt“ wird. Sind Sie dankbar für Ihre Eltern, Kinder, Freunde oder Ihren Partner oder die Dinge, die diese Menschen für Sie tun? Sind Sie dankbar für das, was Ihnen Gutes geschieht, ohne dass Sie etwas dafür tun müssen?

Die einfache Zauberformel besteht aus nur drei Worten: Gedanken werden wahr.  Nutzen Sie die Kraft der Dankbarkeit für sich und Sie werden feststellen, dass Sie sich anders verhalten, dass Sie andere Entscheidungen treffen und die Dinge in Ihrem Leben eine andere Farbe bekommen. Denn: es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Schön, dass es Sie gibt und danke, dass Sie sich die Zeit nehmen, diesen Artikel in diesem Moment zu lesen.

Ihr Manres-Team